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FAQ

Halte deine Messer einfach scharf.


Produkt & Projekt

Was ist das besondere an den Messern?

Die Klingen der Black Chili Messer werden von Hand geschmiedet. Sie bestehen aus Carbonstahl, dem schärfsten Klingenmaterial, das es gibt. Er hält länger, kann ganz einfach selbst nachgeschliffen werden und ist vor allem viel schärfer als “normaler“ rostfreier Edelstahl.

Was bedeutet Carbonstahl?

Carbonstahl ist eigentlich nichts neues. Alle teureren japanischen oder Damaszener-Messer sind ebenfalls aus Carbonstahl. Allerdings kosten diese schnell einmal so viel, wie eine neue Küchenzeile. Black Chili Messer dagegen sind absolut bezahlbar und echte Küchenwerkzeuge für den täglichen Einsatz.

Am Anfang sind doch die meisten Messer scharf, aber dann werden sie schnell stumpf. Bleiben die Black Chili Messer immer scharf?

Ja und nein. Unsere Messer halten viel länger ihre Schärfe und werden auch über die Zeit niemals so stumpf, wie normale Messer. Aber keine Klinge bleibt genau so scharf wie am Anfang. Der entscheidende Unterschied ist: Unsere Messer bekommst du im Handumdrehen selbst wieder superscharf. Wie das geht, zeigen wir dir hier.

Ich habe eigentlich schon scharfe Messer in der Küche, brauche ich wirklich noch mehr?

Hast du Edelstahlmesser, die scharf sind? Dann kannst du dich darauf freuen, mit Carbonstahlmessern noch einmal ein ganz neues Level an Schärfe kennen zu lernen. Wenn du mit Black Chili Messern einmal Tomaten geschnitten hast, weißt du, was wir meinen.

Warum sind die Messer so günstig?

  1. Direkter Handel, keine Zwischenhändler. Die Schmiedefamilien schicken die Messer Paket für Paket direkt zu uns.
  2. Höchste Funktionalität bei geringem Herstellungsaufwand. Das Design der Black Chili Messer ist purer Minimalismus. Nur eine Lage Stahl. Kein aufwändiges Finish. In den Schmiededörfern, aus denen unsere Messer kommen, werden auch die Küchenwerkzeuge für die Bevölkerung von Vietnam, China, Laos und Thailand geschmiedet.

Wer schmiedet die Messer?

CHIM, QUAY und LU-OI kommen aus einer kleinen, 20-köpfigen Manufaktur in Thái Bình. BAN-TAI und QUAN-AN kommen aus einem Schmiededorf in Sa Pa, wo zwei Schmiedefamilien und eine Holzmanufaktur die Klingen und Griffe für uns herstellen.

Wer macht das Design?

Wir von Black Chili in Zusammenarbeit mit den Schmiedebetrieben und Holzmanufakturen in Vietnam. Und auch du als Kunde bist daran beteiligt. Unser Messerdesign ist nie abgeschlossen, sondern ein stetiger Prozess zwischen Nutzungserfahrungen, neuen Ideen und Schmiede-Experimenten. Das Ergebnis ist eine dynamische, europäisch-asiatische Designfusion.

Wer steckt hinter Black Chili und wie kommt ihr dazu, das zu machen?

Wir sind zwei Brüder aus Berlin und handeln seit 2015 mit handgeschmiedeten Messern. Damals hatten wir tolle Kochmesser, die uns aber noch nicht zu 100% überzeugten. Das perfekte Messer fehlte noch. So haben wir angefangen eigene Messer zu entwickeln. Das Ziel: extreme Schärfe für jede*n bezahlbar, langlebig und geil designt. Außerdem sollten alle Beteiligten, von Schmied*in bis zum Kund*in, mit Projekt und Produkt glücklich sein.

Kennt ihr die Schmiede selbst? Wart ihr schon mal da?

Klar, jedes Jahr verbringen wir mehrere Wochen vor Ort (und verbessern unser Vietnamesisch mit bislang überschaubarem Erfolg).

Rosten Carbonstahl-Klingen?

Carbonstahl ist ein nicht-rostfreier Stahl. Das heißt noch lange nicht, dass die Klingen rosten. Dafür kommt es auf die richtige Behandlung an. Unter dem Punkt Pflege und bei den Do's & Don'ts erfährst du, wie das geht.

Aus welchem Holz sind die Griffe?

Die Griffe von QUAY, LU-OI und CHIM sind aus Zedrachbaum, die von BAN-TAI und QUAN-AN aus Burretiodendron Hsienmu.

 

Letzteres gehört zur Familie der Malvengewächse und hat äußerst langlebige Eigenschaften. Selbst im feucht-warmen Klima des nördlichen Vietnams überdauert es mehrere Jahrhunderte ohne Probleme. Die Häuser in Sa Pa bestehen eben deshalb aus diesem Holz. Wenn solche Häuser abgebaut werden, sind die Balken noch vollkommen intakt und werden direkt auf der nächsten Hausbaustelle weiterverwendet. Die dort entstehenden Restabschnitte sind das Ausgangsmaterial, aus dem unsere Griffe hergestellt werden. Doppeltes Upcycling also.

 

Zedrachbaum, aus der Familie der Mahagonigewächse, ist leicht, wasserresistent und sehr langlebig. In Asien ist es daher als Griffholz von Messern und Werkzeugen sowie im Möbelbau sehr weit verbreitet. Es gehört zu den schnellwachsenden Pflanzen und wird landwirtschaftlich angebaut.

 

Schärfen & Carbonstahl

Wie scharf sind die Messer (wirklich)?

Probieren geht natürlich über studieren, aber stell dir einfach Folgendes vor: Du legst die Klinge, ohne jeden Druck, auf einer Tomate ab, und machst dann nur eine leichte Schnittbewegung. Wenn das Messer vor deinem inneren Auge jetzt mühelos durchgleitet, ist es ein Black Chili Messer.

Wie oft muss ich das Messer nachschärfen?

Das hängt davon ab, wie scharf du das Messer haben möchtest. Wenn du es alle drei bis sechs Wochen abziehst, geht es durch Tomaten wie durch Butter. Wenn du es mehrere Monate bis Jahre nicht schleifst, ist es immer noch nicht stumpf, aber eben auch nicht mehr megascharf.

Wie schärfe ich das Messer?

Auf Porzellan oder Stein. Auf unserer Seite "Selbst nachschärfen” zeigen wir dir, wie das geht.

Reicht der Porzellanteller wirklich zum nachschärfen?

Ja, egal ob Teller oder Tasse, beides reicht völlig aus und die Messer werden damit richtig scharf. Hier geht’s zu unserem Demo Video.

Aus was für einem Material sind die Klingen?

Aus Carbonstahl, auch Kohlenstoffstahl genannt. Genauer gesagt: Als Ausgangsmaterial dienen der Stahl aus LKW-Blattfedern (Sa Pa-Schmiede) und Sägewerk-Sägeblätter (Thái Bình-Manufaktur). Beides sind äußerst hochwertige und für die Herstellung von Messerklingen bekannte Carbonstähle.

Was ist Carbonstahl?

Darüber haben wir eine eigene Seite geschrieben: Carbonstahl.

Was ist der Vorteil von Carbonstahl gegenüber Edelstahl?

Carbonstahl ist deutlich härter und zäher als Edelstahl. Das heißt, er lässt sich viel schärfer schleifen und die Schärfe bleibt länger erhalten.

Edelstahl enthält Chrom, welches Klumpen (“Carbide”) im Metallgefüge bildet. Dieses wird dadurch instabiler und macht den Edelstahl spröde. Dagegen besitzt Carbonstahl ein sehr homogenes Metallgefüge, das ganz dünn ausgeschliffen werden kann (“Asiatischer Feinschliff”) und dabei äußerst stabil ist. Mehr über Carbonstahl erfährst du hier.

Warum gibt es dann überhaupt Messer aus Edelstahl?

Seit es Spülmaschinen gibt, gibt es auch überall Küchenutensilien aus Edelstahl. Denn Edelstahl ist rostfrei. Carbonstahl dagegen nicht, er würde in der Spülmaschine sofort rosten. Damit das nicht passiert, müssen die Messer immer von Hand abgewaschen werden (mehr dazu unten bei Pflege & Tips).

Außerdem haben Carbonstahlmesser einen rustikalen Style. Sie bekommen eine Patina, laufen also an. In unseren Augen sehen die Messer dadurch cooler aus, es gibt aber auch Menschen, die sich mit silbrig-glänzendem Edelstahl wohler fühlen. Style ist Geschmackssache.

Ist Carbonstahl das gleiche wie Damaststahl?

Carbonstahl ist ein Werkstoff. Damaststahl oder Damaszenerstahl dagegen die Produktionsweise von mehrlagigen Klingen. Dabei kann sowohl Edel-als auch Carbonstahl zum Einsatz kommen.

 

Klingen aus Damaststahl haben eine schöne Maserungen und können, zumindest wenn Carbonstahl zum Einsatz kommt, ebenso scharf sein wie Black Chili Messer. Die Nachteile: Sie sind sehr teuer und viel aufwändiger zu schärfen.

Pflege, Do´s & Don´ts

Wie Pflege ich meine Messer richtig?

Es gibt Zwei grundsätzliche Pflegetechniken, die Carbonstahl-Klingen vor dem rosten bewahren: Speiseöl oder Patina.

  • Speiseöl: Nach dem Abwaschen der Klinge diese gut abtrocknen und einen Tropfen Speiseöl darauf verteilen (am besten Sonnenblumen-, Raps- oder Leinöl. Kein Olivenöl, das hat mehr Säure).
  • Patina: Beim Abwaschen Spülmittel weglassen (denn das greift die Patina an). Einfach nur unter dem fließenden, kalten oder heißen Wasser reinigen. Auch Topfschwamm vor Verwendung von Spüli befreien.

Was ist die Patina?

Patina bedeutet das “Anlaufen” der Klinge. Hierbei legt sich eine super dünne, dunkle Oxidschicht auf dieser ab. Das Anlaufen passiert schon, sobald der Messerstahl mit Lebensmitteln, besonders solchen mit hohem Säuregehalt, in Berührung kommt.

Diese Patina unterbindet die Entstehung vom unerwünschten Rost und wird bei einem bestimmten Schmiedeverfahren, dem sogenannten Brünieren, sogar absichtlich herbeigeführt. Auf diese Weise versiegelt sich die Klinge also ganz von selbst.

Was kann ich tun, damit mein Messer eine starke Patina bekommt?

Eine neue Klinge hat noch keine Patina. Diese entsteht erst durch den Kontakt mit Lebensmitteln. Bei täglicher Verwendung dauert diese Patina-Aufbauphase etwa zwei bis drei Wochen.

Ganz wichtig: Das Messer (insbesondere während der Aufbauphase) ohne Spülmittel reinigen! Denn dieses greift die Patina an. Einfach die Klinge unter fließendem, kalten oder heißen Wasser abspülen. Dazu z.B. ein eigenen, spülmittelfreien Topfschwamm nehmen, oder zumindest alle Spülmittelreste auswaschen- und wringen.

Wie erkenne ich Rost (im Gegensatz zu Patina)?

Rost ist leicht zu erkennen: Er hat immer diese typisch rötlich braune, sehr raue Oberfläche. Eine Patina dagegen ist ein "Anlaufen" und bildet keine rost-raue Oberfläche.

Die Klingen bekommen Rost, was kann ich tun?

Am Anfang, wenn das Messer neu ist, kommt es öfters mal zur Entstehung von Rost. Sobald die Klinge eine Patina gebildet hat, ist sie dagegen gut gegen Rost geschützt (mehr dazu unter "Was kann ich tun, damit mein Messer eine starke Patina bekomme?)

Rost kann einfach mit der harten Seite eines Schwamms oder, falls er dazu zu tief sitzt, mit einem Stahlschwamm entfernt werden.

R
ost ist oxidiertes Eisen und ist gesundheitlich unbedenklich.

Do´s & Don´ts

Um die superscharfe, filigrane Schneide zu schützen, beachte einfach folgende Regeln:

  • Niemals in die Spülmaschine stecken, immer per Hand abwaschen.
  • Nichts schneiden, was man nicht auch zerbeißen könnte. Also z.B. nichts Tiefgefrorenes, keine Knochen oder harten Kerne usw.
  • Nur auf Holz- oder Plastikbrettern schneiden, nicht auf Stein oder Glas.
  • Schnittgut immer nur mit dem stumpfen Messerrücken zur Seite schieben, nicht mit der Schneide.

Wie werden die Messer aufbewahrt?

Magnetleiste, Messerblock, in unserer Papphülle oder in ein Tuch gewickelt in der Schublade (um Verletzungen zu vermeiden und die Schneide zu schützen).